Mundartznacht mit Ernst Burren

Donnerstag, 24. Mai 2018, 19:00 Uhr
Restaurant THARAD

Der am 20. November 1944 in Oberdorf bei Solothurn geborene Schriftsteller Ernst Burren besuchte das Lehrerseminar in Solothurn. Seither ist er als Primarlehrer tätig. Ernst Burren lebt heute in Oberdorf. Als einer der bedeutendsten Mundartautoren der Gegenwart stellt Burren anhand vieler Einzelperspektiven die Hintergründigkeit des Lebens in einem Dorf des Solothurnischen Jurasüdfusses dar. Die Idylle des Mikrokosmos erweist sich bei genauerem Hinsehen als wahres Labyrinth leidvoller Selbstverlorenheit. Selbstbelügung und Anpassungszwänge prägen das Leben der kleinen Leute sogar in ihren Sehnsüchten und Erinnerungen. Neben Gedichten und Prosa verfasste Burren auch Theaterstücke und arbeitete für Radio und Fernsehen.

Der Mundartautor Ernst Burren findet Fussball inzwischen interessanter als Schreiben, kann es aber doch nicht lassen. Das Leben beschert ihm einfach zu viele Geschichten, die erzählt sein müssen. Realsatire – lustig und todtraurig. Er liest aus seinen Büchern und auch «Dr Chlaueputzer trinkt nume Orangschina». Wir freuen uns, dass Ernst Burren in Derendingen vorliest.

 

Mundart-Lesung inkl. feinem vom THARAD Koch
zusammengestellten 3 Gang-Znacht für CHF 35.–
(Znacht-Konsumentation obligatorisch)

Seien Sie dabei und melden Sie sich bis spätestens am 20. Mai 2018 an bei:
Restaurant THARAD, täglich offen von 9:00–17:00 Uhr
Hauptstrasse 50, 4552 Derendingen
032 681 61 99
restaurant@tharad.ch

 

Schtoh oder hocke
wenn öuter wirdsch
git’s mängisch momänte
wo für ne churze ougeblick
öppis wieder gsehsch
wo einisch aus ching
erläbt hesch
eismou won i eso
deheime ghocket bi
und nit gwüsst ha
was mache
han i dänkt
was het das eigentlich
für ne wärt
dass i no am läbe bi
plötzlich han i mi
mit dr muetter zäme
uf em ene sunndigsschpaziergang gseh
i ha d muetter ghört
wie si het gseit
lue dört das eichhörnli
ou s eichhörnli
han i wider gseh
wies uf d tanne klätteret isch
und ha de dänkt
die si gschider aus mir
die froge nit lang
nächhär bi i
ohni’s z merke
ufgschtange
zur tür us
und gäge waud ufe gloffe